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Wandern - Was macht es mit mir?

Lass Dich mitnehmen auf eine Reise - und Dich verwöhnen von der Faszination "Natur" und der Berührung durch Shiatsu. Dazu mehr unter "Wandern und Shiatsu"

 

Wandern in der Natur:

Gemeinsam werden wir Draußensein. Gemeinsam werden wir wandern, gehen, schleichen - eben genauso, wie es unser Wille und die Kondition es zulassen. Durch die Mutter Natur zu wandern ist Entspannung pur. Die Natur heilt, gibt uns seelische Nahrung.

Wenn wir einen kleinen Rückblick wagen in die Vergangenheit, so wissen wir, dass wir aus der Natur stammen. Sie ist eigentlich unser zu Hause und wir stehen in einem Funktionskreis mit der Natur. Zum Beispiel können wir ihre Düfte, die ätherischen Öle, einatmen, wir sehen das uns entspannende Grün, wir fühlen etwas in der Natur, durch die Nähe zur Natur - Ähnlich empfinden wir, wenn wir unsere Haustiere streicheln... Dies sind wissenschaftliche medizinische nachgewiesene Effekte. Unser Nervensystem wird beruhigt, unsere Organe können gesunden. Dadurch, dass wir Freude empfinden, werden Endorfine ausgeschüttet, die uns glücklich machen.

All diese Dinge bewirken, dass unser Immunsystem stabil wird und bleibt, unsere natürlichen Killerzellen werden gestärkt unsere Selbstheilungskräfte werden aktiv.

Bewegen wir uns länger (mehrere Tage) in der Natur, wird unser Gedankenkreislauf unterbrochen. Es wird endlich still und wir können in eine weitere Dimension der Wahrnehmung eintauchen. An der Stelle wird es dann individuell sehr interessant und lässt sich auch schwer in Worte fassen. Hier lernen wir zu sein und auf eine andere Art zu lauschen, zu fühlen.

An dieser Stelle möchte ich den "Osterspaziergang" von Goethe einfügen. Hier wird es deutlich, was Natur mit uns machen kann: "Zufrieden jauchzet gross und klein: Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!"

 

Osterspaziergang

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
durch des Frühlings holden, belebenden Blick.
Im Tale grünet Hoffnungsglück.
Der alte Winter in seiner Schwäche
zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dorther sendet er, fliehend, nur
ohnmächtige Schauer körnigen Eises
in Streifen über die grünende Flur.
Aber die Sonne duldet kein Weisses.
Überall regt sich Bildung und Streben,
alles will sie mit Farbe beleben.
Doch an Blumen fehlts im Revier.
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.

Kehre dich um, von diesen Höhen
nach der Stadt zurückzusehen!
Aus dem hohlen, finstern Tor
dringt ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
denn sie sind selber auferstanden.
Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
aus Handwerks- und Gewerbesbanden,
aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
aus der Strassen quetschender Enge,
aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
sind sie alle ans Licht gebracht.

Sieh nur, sieh, wie behend sich die Menge
durch die Gärten und Felder zerschlägt,
wie der Fluss in Breit und Länge
so manchen lustigen Nachen bewegt,
und, bis zum Sinken überladen,
entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges ferner Pfaden
blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel.
Hier ist des Volkes wahrer Himmel.
Zufrieden jauchzet gross und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!

(Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832, deutscher Dichter, Schriftsteller, Naturforscher)