Ätherische Öle kannst Du ernst nehmen!


Aromen werden eingesetzt, um eine Steigerung des körperlichen, emotionalen und geistigen Wohlbefindens zu erhalten.


Eine Geschichte:
Im Juli 1910 passierte René-Maurice Gattefossé, einem französischen Chemiker für Kosmetika und Parfümeur in seinem Labor ein Unfall, der ihn zum Vater der Aromatherapie machte. In seinem Labor gab es eine Explosion, bei der er sich seine Hände und seine Kopfhaut verbrannte. Er versorgte seine Verbrennungen mit Lavendelöl, worauf sie erstaunlich rasch und völlig ohne Narbenbildung abheilten.

 

Dieser Erfolg regte ihn zu weiteren Nachforschungen an. Während des Ersten Weltkrieges wurde bereits mit ätherischen Ölen behandelt, und Gattefossé produzierte 1918 eine antiseptische Seife auf der Basis von ätherischen Ölen. Damit wurden die Kleidungsstücke und Verbandsmaterialien gewaschen, aber auch als Eau-de-Toilette-Ersatz wurde sie verwendet.

 

1923 studierte Gattefossé nur noch die medizinischen Eigenschaften der duftenden Öle, es folgten Publikationen und die Herstellung diverser Produkte mit ätherischen Ölen, selbst der Zweite Weltkrieg konnte ihn kaum bremsen. Er hatte sich vor allem der Bergamotte-Essenz und ihren antiseptischen Eigenschaften gewidmet.

 

Er arbeitete nun vermehrt mit Ärzten und Krankenhäusern zusammen, aber im Zuge seiner Beschäftigung mit der Hautheilkunde entwickelte er Schönheitsprodukte und veröffentlichte 1936 auch sein in Fachkreisen bekanntes und vielfach übersetztes Werk „Physiologische Ästhetik und Schönheitsprodukte“. Seine zwei letzten Werke „Aromatherapie“ und „Essentielle Antiseptika“ (1937) haben alle späteren Anwender der ätherischen Öle beeinflusst.

 

Hier wurde zum ersten Mal der Begriff „Aromatherapie“ geprägt. (Wikipedia)


Ätherische Öle

Ätherische Öle und Pflanzenextrakte haben in der Geschichte ihren festen Platz und werden von vielen als das fehlende Bindeglied in der modernen Medizin betrachtet. Sie wurden medizinisch gegen Bakterien, Pilze und Viren eingesetzt, aber auch zum Schutz vor Insekten und Käfern sowie zur Förderung der Gesundheit. Sie fördern die Gewebe- und Nervenregeneration, können Gemütslagen ausgleichen, negative Emotionen zerstreuen und romantische Atmosphären schaffen.


Was sind ätherische Öle?

Aromatische, sich verflüchtigende Flüssigkeiten, die in vielen Sträuchern, Blumen, Bäumen, Wurzeln, Büschen und Samen vorhanden sind und gewöhnlich mittels Wasserdampfdestillation extrahiert werden.
Sie können hoch konzentriert wirkungsvoller sein als getrocknete Kräuter.
Die hohe Konzentration wird durch Destillation erreicht.


Für kleine Mengen Öl werden sehr große Mengen Pflanzenmaterial benötigt (z.B. 2,3 kg Rosenblätter für 1 kg. Rosenöl)
Sie unterscheiden sich von Pflanzenölen (Sonnenblumenöl. Olivenöl …), die eben ölig sind.


Sie besitzen keine antibakterielle Wirkung, verschließen die Poren und werden nach einer gewissen Zeit ranzig (in Reaktion mit Sauerstoff)


Ätherische Öle sind komplexe Strukturen aus 100ten verschiedenen chemischen Substanzen. Ein einziges Öl kann durchaus 80 – 300 oder mehr Substanzen bestehen.

 

So ist z. B Lavendelöl sehr komplex. Viele Bestandteile treten in kleinsten Mengen auf, die alle bis zu einem gewissen Grad zur therapeutischen Wirkung beitragen können.


Ätherische Öle können auf verschiedene Weise durch Destillation od. Extraktion gewonnen werden. Öle des gleichen Pflanzenmaterials, die in einer 2. od. 3. Destillation gewonnen werden, sind für gewöhnlich nicht ganz so wirkungsvoll, wie Öle aus der ersten Destillation. Bei gewissen Ölen kann es jedoch sein, dass bestimmt chemische Bestandteile erst in der 2. oder 3. Destillation freigesetzt werden.
Es spielen natürlich noch weitere Bedingungen eine Rolle, wie Temperatur oder die zu Hilfenahme von Lösungsmitteln.

 


Wirkungsweise

Phenole – Ihre Rezeptoren reinigen die Zelle und ermöglichen den Transfer von Hormonen, Neurotransmittern, Peptiden, Steroiden u.a. Interzellulären Boten.

 

Monoterpene – sie können falsch geschriebene Informationen der zellulären Erinnerung neu programmieren bzw. reprogrammieren.
Sie schützen die Zelle vor Schädigungen durch freie Radikale, Fehlfunktionen und Krankheiten durch falsche Codes.

 

Sesquiterpene –beeinflussen die Membranflüssigkeit und unterstützen den Sauerstofftransfer, Transport innerhalb der Zelle. Sie haben Zugang zur DNA und RNA
Ätherische Öle können das Hormonsystem, den Kreislauf, das Verdauungs- und Nervensystem unterstützen. Außerdem vor Infektionen schützen und können dem Immunsystem helfen, Wundheilung sowie Metabolismus von Nahrung und Nährstoffen anzukurbeln.

Wie kann man ätherische Öle einsetzen?

  • Ein paar Tropfen ätherisches Öl werden mit Pflanzenölen (Trägeröl) gemischt und als Massage aufgetragen. (entspannt den Körper) – z. Bsp. Raindrop-Massage
  • Unverdünntes Auftragen od. Einnehmen der Öle – bzw. mit Honig od. Agavennektar
  • Inhalieren/diffundieren - Hierbei wirken die Düfte über den Geruchssinn auf das Gehirn – besonders auf den Hypothalamus (zentrale Regulationsstelle der Hormone im Körper); außerdem auf das limbische System; dem Stammhirn und den Thalamus.

 

"Das Licht, nachdem du dich sehnst, bist Du"